Putzig Ding, dumm Name.

Sieht aus wie eine Spitzmaus, ist heimisch irgendwo auf den Inseln vor Südamerika, ist nachtaktiv und gäbt Höhlen.

Putziges Viech, ja. Aber warum muss man das arme Ding mit dem Namen "Schlitzrüssler " quälen? 

 

 (Quelle Bild)

18.12.09 18:07


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I Have a... Hm. An Idea.

Nachdem ich in letzter Zeit wieder vermehrt dazu übergegangen bin, Diskussionen per Internet zu führen, ist mir etwas aufgefallen. Der Reiz des dort stattfindenden Meinungsaustausches liegt unter anderem darin, dass der Anteil an Idioten, mit denen man sich sonst nicht unterhalten würde, erstaunlich groß ist. Da macht es zum einen doppelt Spaß, mit guten Argumenten zu punkten, und den Gegenüber verbal auseinander zu nehmen. Auf der anderen Seite ist es auf Dauer reichlich unbefriedigend, wenn andere so dermaßen beschränkt sind, dass sie einfachste Dinge auch nach der zehnten Wiederholung nicht verstehen können oder wollen.

Deswegen, und vielleicht auch, weil ich dringend etwas brauche, um mich vom Lernen abzuhalten bzw. mich in meiner Freizeit zumindest einigermaßen sinnvoll (sinnvoller als Serien zu schauen oder Tetris zu spielen) kam mir in der spannenden Geschichtsvorlesung vorhin eine etwas abwegige, aber an sich schöne Idee.

Ich würde gerne eine Art Forum/Plattform/Blog aufziehen, in dem zu ganz bestimmten Punkten von gesellschaftlicher, politischer, kultureller oder auch historischer Brisanz Argumente gesammelt und aufgeschrieben werden (weil es einfach aktuell ist, und ich zum Teil wirklich hanebüchene Dinge dazu lesen musste, fallen mir spontan z.B. die Themen Nichtraucherschutz, Minarettverbot, die Indizierung des neuen Rammstein-Albums, oder Vor- und Nachteile der sich immer mehr ins Internet verlargernderer Kommunikation ein). Das soll in relativ fundierter, belegter und belegbarer, essayistisch bzw. semi-journalistischer Art und Weise geschehen, kann Pro und Contra beinhalten, zweisprachig sein und vieles mehr. Den Möglichkeiten sind – Internet sei Dank – kaum Grenzen gesetzt.

Nur hat das einen Haken: Alleine ist das nicht besonders reizvoll. Zwar durchführbar, ja, aber meiner Meinung nach nicht annähernd vergleichbar, was Qualität und Quantität angeht. Die Vorteile liegen auf der Hand, es kommen mehrere Meinungen, Kenntnisse, und Ideen zusammen, die gemeinsam etwas besseres schaffen können, als die Individuen für sich.

Warum mich das überhaupt reizt, bzw. ich glaube, dass das ein interessantes Projekt für Mehrere wäre? Nun, zum einen lassen sich damit ganz grundlegende Dinge trainieren und verbessern, die wir im täglichen Leben nur allzu oft brauchen, aber leider auch allzu oft vernachlässigen: Dazu zählen stringentes und logisches Argumentieren, sinnvolles, lebendiges Formulieren und vor allem böte es die Möglichkeit, sich tiefergehend mit einer Thematik, die im öffentlichen Diskurs ist (oder auch jeder anderen), zu befassen, und über das Halbwissen, das sich so oft gerade in Foren findet, hinaus für sich selber Argumente und Wissen zu sammeln.

Ich habe keine Ahnung, ob das funktionieren könnte, und ob irgendjemand das lesen würde. Aber das Risiko würde ich gerne angehen, und suche daher Leute, die ein Interesse daran haben, so etwas umzusetzen. Inhaltlich habe ich die eine oder andere Idee, an der technischen Umsetzung würde es bei mir allein allerdings schon komplett hapern.

Mir fallen auch spontan 2-3 Leute ein, mit denen mir persönlich das vermutlich sehr viel Spaß machen könnte, weil sie entweder meine Meinung oft teilen, oder sehr oft anderer Meinung sind, weil sie aber auf jeden Fall die Gabe haben, ihre Gedanken fern jeglicher Krawall-Rhetorik (oder nur mit einem gesunden Anteil) zu formulieren. Vielleicht fühlen die sich ja angesprochen.

15.12.09 19:39


15.12.09 12:10


Wow.

Auf einmal ist man relativ alt und erwachsen, muss Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen, Hände schütteln und Anzug tragen, sich auf die Zunge beißen um Gedachtes nicht auch auszusprechen und manchmal furchtbar vernünftig sein.

Wann kam das denn alles?

8.12.09 23:44


Revolucion

„Wir, die Besetzer der Akademie der bildenden Künste München und weitere Studierende, haben soben den größten Hörsaal des Hauptgebäudes der Ludwig-Maximillians-Universität München, das Audimax, besetzt!Trotz massiver jedoch etwas subtiler Mobilisierung im Vorfeld, wurde kein Widerstand festgestellt. Wir haben den Raum friedlich und ruhig besetzt und diskutieren nun unsere nächsten Schritte.“

Ahja. Kurz und schmerzlos die Ansage, die gestern abend auf www.unsereunibrennt.de zu lesen war. Und so unspektakulär wie die Meldung ist irgendwie auch das Geschehen vor Ort.

Alles, was man sieht sich einige selbstbemalte Fahnen und Transparenten, die an Wänden und von der Decke hängen. Anscheinend fällt man über schlafende Besetzer, wenn man in den AudiMax geht.

Während der Vorlesung kommt dann ein doch einigermaßen ziviler Trupp der Revolutionäre in den Saal, um für Mitwirkung zu werben. Das einzige allerdings, was während ihres Auftritts Applaus erntet ist die Ansage vom Prof, der ihnen nach den ersten Sätzen ins Wort fällt und bemerkt, dass es doch nur „ein Mindesmaß an Höflichkeit ist – wenn ich Ihnen schon den Raum gebe, sich hier zu äußern – dass Sie mich vorher kurz fragen, ob Sie das Wort ergreifen können.“ Naja, wir sind bei den Juristen, irgendwie hat er ja recht, aber den Revoluzzern ist das natürlich zu spießig.

Soviel mal dazu.

Was aber ist jetzt davon zu halten? Man kann und soll darüber natürlich sehr geteilter Meinung sein, meine steht aber seit spätestens gestern abend fest, und ich finde sie so gut, dass ich mich mitteilen muss.

Zuersteinmal finde ich das Besetzen/Blockieren von Horsälen irgendwie paradox. Einer iher großen Kritikpunkte ist die schlechte Studiensituation, unter anderem hervorgerufen durch akuten Raummangel. Da macht es natürlich Sinn, das erstmal kurzfristig noch zu verschärfen, indem man den Studierenden, und damit eigentlich jenen, denen man angeblich nutzen will, ihren Raum und ihre Vorlesung nimmt. In München bisher nur einen Tag, in Wien nun seit fast 3 Wochen. Wenn ich mir überlege, dass ich ihretwegen theoretisch 12 Stunden Grundkurs Jura verpassen würde, wäre ich reichlich angepisst, und mein grundsätzlich irgendwie schon noch vorhandenes Wohlwollen würde ziemlich schnell einer wachsenden Abneigung weichen. Sollen sie doch von mir aus die Büros der Uni-Verwaltung, der Rektoren und Professoren blockieren. Damit ließen sich wohl der eine oder andere Offizielle an einen Tisch zwingen (!).


Erhoffen sie sich wirklich, ihre Ziele besser durchsetzen zu können, wenn sie vom direkten Weg der Kommunikation miteinander abweichen? Mit wem diskutieren die denn jetzt im „Plenum“ im AudiMax? Erstmal nur mit sich selber. Ja toll, das ist bestimmt unglaublich fruchtbar. Und irgendwie habe ich auch kaum Verständnis dafür, dass jetzt hier Antifa, DKP und Konsorten (deren Zeichen/Fahnen sind gut sichtbar) meinen, ihren basisdemokratischen Kindergarten veranstalten zu müssen. Weder wirkliche wichtige Dinger der Uni, noch des Staates, noch dieses „Lebens“ von dem man jetzt soviel hört laufen „basisdemokratisch“ ab. Gott sei Dank. Ich bin recht froh, dass Prüfungsordnungen, Gesetze und Verordnungen von Leute verfasst werden, die davon mehr Ahnung haben als der Historicums-Yeti und Heinz Fatzke. Ich muss ja nicht damit einverstanden sein, und das alles irgendwie abnicken. Aber genauso wie es eine Struktur gibt, in der Entscheidungen gefällt werden gibt es doch auch eine Struktur, wie ich mich gegen diese Entscheidungen wehren kann. Und ich sehe beim besten Willen nicht, dass dieser letzte Weg in München bis zu seinem Ende gegangen wurde, so dass eine solche Aktion jetzt nötig wurde.

Und eins macht mich bei der ganzen Sachen grundlegend sehr skeptisch: Wenn die Leute, die diesen Bildungsstreik veranstalten, es nicht mal schaffen mich, jemanden, der eigentlich genau ihre Zielgruppe ist, und an sich auch inhaltlich mit vielen Dingen übereinstimmt, zu überzeugen, dann machen die wirklich etwas falsch.

12.11.09 14:10


Odd Man Out

 

(gesehen auf: www.mvz-dachau.com)

 

6.11.09 17:35


Just not each other

Walked back home from this disaster
Saw your ghost under the plaster
My heart in thrown, broken to pieces
I'm coming home.

Lost my way, gave up my treasure
Hid my heart, lost you forever
won't know her father,
I cant come home.

Loved you first, when we were children
You broke my heart, all that's forgiven
We lost our chance to love one another
We'll love again but just not each other.

Der Mann hat einfach für (fast) alles, was einemmir so passiert ein Lied mit (fast) komplett passendem Text.
4.11.09 22:02


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